Meine Geschichte
Jesus erwischte mich kalt
Begegnungen, die noch lange nachklingen, habe ich etliche in meinem Leben. Davon kann jeder Mensch erzählen.
Eine Begegnung mit Jesus ruft allerdings Stirnrunzeln hervor. Ist das nicht der Wanderprediger aus der Bibel? Der
„Sohn Gottes“ genannt wurde? An dessen Tod und Auferstehung die Christen glauben? Genau, das ist er. Die
Begegnung suchte ich nicht, hielt sie auch nie für möglich. Vielleicht schlich sich sogar bei dem Gedanken ein
Angstgefühl ein. Was da passieren kann, wenn man als normaler Mensch der göttlichen Wirklichkeit begegnet.
Früher habe ich gar nicht so genau über die Konsequenzen nachgedacht. Meine Pläne sahen sowieso ganz anders
aus. Ich träumte davon, nach meinem Abitur eine Schauspielschule zu besuchen und danach auf Theaterbühnen mein
Glück zu machen.
Das Künstler-Gen meiner Vorfahren steckt in mir. Der Glaube spielte auch eine Rolle. In einer
Kirchengemeinde aufgewachsen waren mir die Prinzipien eines christlichen Lebenswandels mehr als bewusst. Ich
schreibe wohlbedacht von „Prinzipien“! Denn die einengenden Tabus eines richtenden Gottesverständnisses
nahmen mir Freiheiten. Gottesgläubigkeit ohne Spaß. Verneinende Weltsicht. Lust als Versuchung des Teufels. Ich
kenne die ganze Klaviatur. Und ich engagierte mich aufopfernd in Gemeindegruppen, um Pluspunkte im Himmel zu
sammeln. Alle meine Freunde aus der Jugendgruppe damals schmissen der Glauben früher oder später hin. Warum soll man sich das Leben vermiesen lassen? Bei mir lag dieser Schritt nahe bevor. Raus aus der stickigen
Frömmigkeit, von Menschen gemacht.
Und dann erwischte es mich kalt. Präzise ausgedrückt. Jesus erwischte mich kalt von hinten. Genau dieser aus
dem Tod erweckte Jesus Christus! In der alles entscheidenden Nacht meines Lebens hielt Jesus sich im Zimmer
eines siebzehn Jahre alten jungen Mannes auf. In meinem! Ich spürte ihn. Ich wusste es schlicht und einfach. Und
ich nahm wahr, was er von mir wollte. Ohne ihn mit meinen Sinnesorganen zu sehen und zu hören. Er verlangte,
dass ich ihm mein Leben ganz verfügbar mache. Harter Tobak für einen freiheitssuchenden, angehenden
Schauspieler. Stattdessen predigen, Gemeinden flott machen, Menschen für Gott begeistern. Bis zum frühen
Morgen ließ mich dieser unerwünschte Gast damals nicht einschlafen. Schließlich sagte ich „Ja“.
Es war neben dem Heiratsantrag an meine Frau das wichtigste Ja in meinem Leben. Seitdem sind fast fünfzig
Jahre vergangen. Absolut glückliche Jahre mit dem Jesus der Bibel. Tausende Spuren seiner Kreativität erkenne
ich. Er machte mich frei. Seine Liebe ist täglich spürbar, weil sie trägt. Ich schöpfe aus einem Pool von Ideen, um
andere mit seiner Botschaft zu begeistern. Die Leidenschaft, zu predigen, ließ nie nach. Und künstlerisch arbeite
ich auch, vor allem schriftstellerisch. Sogar Theater dann und wann; statt auf der Bühne im Altarraum.
Und Gott hatte die Idee. In einem meiner vielen Gedichte steht es:
Gott hatte die Idee.
Er brachte einen Stein ins Rollen.
Auch wenn ich vieles nicht versteh`.
Er gab dazu das Wollen.
Bei mir überwiegt die Dankbarkeit. Besonders, wenn ich verknöcherten Christen begegne, die ihren Glauben wie
eine bittere Pille schlucken. Oder ablehnenden Zeitgenossen, die sich vor Gott in Acht nehmen. Ich kenne das alles! Überzeugen kann ich niemanden. Jesus macht das viel besser, indem er jemanden kalt erwischt. Aus Liebe,
versteht sich.
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